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Die Bohème am Kottbusser Tor
- ein Musiktheaterprojekt -
KOSMOS 15
Bohème und andere Vorstellungen von Arbeit
am Sonntag, 21.01.07 um 20 Uhr in der Deutschen Oper Berlin.
Im Rahmen dieses KOSMOS–Abends in der Deutschen Oper Berlin wurden ‚Arbeits’-Aspekte aus Puccinis ‚La Bohème’ mit aktuellen Fragestellungen zum Thema Arbeit verschränkt. In der KOSMOS-Tradition der ungeprobten Hausführungen begegnete man an verschiedenen Stationen und Räumen der Oper einem Arbeiterchor, digitalen Bohemiens, dem lokalen Arbeitsvermittler oder Puccinis Protagonisten.
DIE BOHEME AM KOTTBUSSER TOR zog für diese Intervention an diesem Abend im Rahmen der Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin nach Charlottenburg.
Eintritt: 5€
Reservierungen unter
www.deutscheoperberlin.de
+ 49 (0)700-673 723 7546
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„Bohème“ bezeichnet ursprünglich die aus Böhmen kommenden ‚Zigeuner’. Murger verwendet diese - in Zeiten von ethnozentristischen Nationalstaatsideen, wirtschaftlicher Krise und Xenonphobie zum Schimpfwort und gesellschaftlichen Gegenbild gewordene - Bezeichnung erstmalig in seinem Roman als Synonym für Künstler. Puccini gründete bei Fertigstellung von ‚La Bohème’ gar einen ‚Club Bohème’. ‚Zigeuner’- und Nomadentum sind in Zeiten sogenannter globalisierter Arbeitsmärkte die neuen Anforderungen an die Arbeitnehmer: Flexibilität und Mobilität. Künstler leben traditionell und selbstgewählt in diesen Strukturen. Der Abend untersucht die in La Bohème eingeführten Arbeitsformen – in der bei weitem nicht nur ein merkwürdiges, selbstgewähltes Künstlerdasein geschildert wird – und überprüft diese unromantisch und heute.
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(Fotos © Bettina Stöß / www.moving-moments.de)
Ein Engländer, ein Lord oder Mylord, oder was, sucht einen Musikanten. ... Mich vielleicht? Ich eile hin und stelle mich vor. Er akzeptiert und ich frage, wann sollen die Stunden anfangen? Und er anwortet: Beginnen wir gleich [...] so war es! Ich spielte drei lange Tage (Schaunard)
Im Gegensatz zum Arbeitslied, das eng mit der Geschichte der Sklaverei zusammen hängt und dessen berühmtester Vertreter wahrscheinlich "Come Mr. Tallyman,.." in der Interpretation von Harry Belafonte ist – bezeichnet das Arbeiterlied ein Gesangsstück aus der sozialistischen Arbeiterbewegung. Mit dem Aufkommen des Marxismus im 19. Jhd. und der Gründung der 1. Internationale entstand die gleichnamige Hymne der Arbeiterbewegung. Auf dieser Tradition aufbauend entstanden die klassischen Arbeiterlieder.
1848 wurde die Deutsche Arbeitermusikbewegung (DAMB) gegründet, die sich als organisierte proletarische kulturelle Bewegung im Gegensatz zum Kulturbetrieb der kapitalistischen Gesellschaft verstand. Ausgangspunkt war die Gründung von Arbeiterchören, die sich an den Lehren von Marx, Engels und Lasalle orientierten. Zweck war nicht ausschließlich die Kulturpflege, die Vereinigungen hatten auch militärischen Charakter, Agitation und Propaganda.
Als Gegenpol zur "scheinbaren Tendenzlosigkeit" der bürgerlichen Musik entstand das sogenannte "Tendenzlied", das konkrete politische Ziele verfolgte. Anlässlich der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins 1863 komponierte der Dichter Georg Herwegh ein revolutionäres, anfeuerndes Lied, das „Bundeslied“, die erste ‚Hymne des deutschen Proletariats’. Zwischen 1918–1933 war der Deutsche Arbeitersängerbund mit 280.000 Mitgliedern höchst populär. Der beginnende Faschismus zwang alle Kulturorganisationen in die Illegalität. Nach dem 2. Weltkrieg gründete sich als erster Chorverband der Deutsche Allgemeine Sängerbund e.V. (DAS). Seither hat sich der DAS nicht nur der Pflege der traditionellen Chorliteratur, sondern auch der Förderung neuer, zeitgenössischer Chorliteratur verschrieben.
In den 1970er Jahren erlebten die klassischen Arbeitslieder vor allem in Deutschland eine Renaissance. Ansonsten sind es eher Lieder der Befreiungsbewegungen der Dritten Welt, die weiterhin von einschlägigen Interpreten gesungen werden.
Einer der bekanntesten Komponisten von Arbeiterliedern war Hanns Eisler, aus seiner Feder stammen u.a. das Solidaritätslied - das er 1929 zusammen mit Bertolt Brecht (Text) komponierte - Roter Wedding, Das Lied der Werktätigen, aber auch Das Stempellied (Lied der Arbeitslosen).
Musikalisch orientieren sich viele der Arbeiterlieder am Marsch. Mit diesem Rhythmus hatte sich die Arbeiterbewegung auf der Straße als politische Kraft formiert, wobei sie dennoch den Staat als Perspektive der Bewegung verinnerlicht hatten. Denn der Marsch ist von seinem Ursprung her so etwas wie die musikalische Form staatlicher Integration.
Der ver.di Chor (www.chor.verdi.de) besteht seit 2003, wurde aus dem Bedürfnis, gemeinsam zu singen gegründet, und steht unter der künstlerischen Leitung von Nataliya Chaplygina.
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(Foto © Bettina Stöß / www.moving-moments.de)
Ich bleibe, um den Leitartikel für den Bieber fertig zu schreiben. ... Fünf Minuten. Ich kenne das Handwerk. .... Wer ich bin? Ich bin ein Dichter. Was ich tue? Ich schreibe. Und wie ich lebe? Ich lebe. (Rodolfo)
„Es ist ein Leben der Geduld und des Mutes, in dem man nur kämpfen kann, wenn man mit einem festen Panzer der Gleichgültigkeit gewappnet ist, hiebsicher gegen Dumme und Neider; wo man, wenn man unterwegs nicht straucheln will, keinen einzigen Augenblick den Stolz auf sich selber aufgeben darf, der als Wanderstab dient. Es ist ein reizendes Leben und ein entsetzliches Leben, das seine Sieger und seine Märtyrer hat, und dem sich nur weihen sollte, wer von Anbeginn an entschlossen ist, sich dem ehernen Gesetz ‚vae victis’ reuelos zu unterwerfen.“ (H..Murger)
Die Zentrale Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung (ZBF) ist die größte deutsche Vermittlungsagentur für Angehörige künstlerischer und technischer Berufe rund um Bühne und Kamera. Die Agentinnen und Agenten der ZBF beraten in allen künstlerischen und beruflichen Fragen. Durch intensive Reisetätigkeit und genaue Marktbeobachtung haben sie einen detaillierten Überblick über das künstlerische und technische Personal ebenso wie über das Produktionsgeschehen von Bühne, Film und Fernsehen im gesamten deutschsprachigen Raum. Die ZBF bietet ihren Service in den Sparten Schauspiel, Musiktheater, Orchester, Film und Fernsehen an. Über die Aufnahme in die ZBF wird nach einem Vorsingen/Vorspielen oder einer vergleichbaren fachlich-künstlerischen Einschätzung entschieden. (ZBF)
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(Fotos © Bettina Stöß / www.moving-moments.de und Fabian Leuttner)
Auf Leinen und auf Seide sticke ich daheim und auswärts ... und am liebsten sticke ich Lilien und Rosen (Mimi)
Hugenotten brachten die Blumenmacherkunst im 18Jhd. von Paris auch nach Berlin. Hier begann sich eine bedeutende Konfektionsindustrie zu entwickeln, die die Trends aus Paris kopierte, um sie günstiger einem breiteren Publikum anbieten zu können. Die erste große Berliner Coconsblumenfabrik wurde 1776 von Martin Friedel übernommen. Die Gegend um die Oranienstraße war bis zum 2. Weltkrieg das Zentrum der Berliner Blumenfabrikation.
Bis zur Weltwirtschaftskrise Ende der Zwanziger Jahre erlebte die Blumenbranche in Europa ein stetiges Wachstum und einen regen weltweiten Export. Auf der Weltausstellung von 1851 in London waren 67 europäische Kunstblumenbetriebe vertreten. Zu dieser Zeit arbeiteten in Paris in gut 2000 Betrieben 19.000 Mitarbeiter – überwiegend Frauen. In Berlin wurden ca. 3.000 Beschäftigte gezählt, in Sebnitz und Neustadt waren es ca. 130 Firmen, und etwa 10.000 Beschäftigte.
Seit den 1970er Jahren wurde das Angebot an günstigen Kunstblumen, die in Asien – Hongkong, Taiwan, China, Südkorea, Thailand - hergestellt werden, immer größer. Die Löhne dort betragen nur einen Bruchteil der europäischen, so dass die Importeure Kollektionen erstellen lassen, die dem westlichen Geschmack entsprechen.
Heimarbeit, Saisonarbeit, Nebenverdienst, Arbeitsteilung und auch Kinderarbeit werden seit je her mit der Kunstblumenproduktion verbunden.
„Die fortschreitende Entfaltung der Blumenmacherei hatte zur Folge, dass sich das mit dieser Kunst verbundene Wissen nicht mehr allein nur in den Werkstätten erwerben ließ, sondern auch durch den Besuch einer Fachschule ergänzt werden musste. Daher wurde bereits 1803 zu Paris eine Zeichenschule gegründet, in der an drei Tagen der Woche begabte Schneiderinnen und Modistinnen, Blumenmacherinnen und Stickerinnen unentgeltlich Unterricht erhielten. Weitere Schulen (wie die von Mme Charles geleitete) folgten und hielten öffentliche Prüfungen ab, prämierten besondere Leistungen, stellten Zeugnisse aus und gaben Fachzeitschriften heraus.“ (Bruno Schier: Die Kunstblume)
„A flowermaker ... had a true vocation, a metier which could support her well… Some women might be ready after the customary term of the three years to earn modest living. Attainment of success as a flowermaker thus required a girl’s family defer use of her wage-earning capacity for several years … To learn flowermaking, girls spent three years in apprenticeship, followed by years more, preferably in a workshop, perfecting their skills. Most women trained as flowermakers worked at it their entire lives. … They were the “aristocrats” of the female labor force. In 1853 the average flowermaker earned 40 per cent more than the average women worker. … Flowermaking was considered one of the best occupations for working women … In 1896 the men’s syndicate aided several working women in forming another syndicate for flowermakers and the related crafts – for women only. ….In January 1908 Stéphanie Bouvard and Marie Robert, another flowermaker, opened a producers’ cooperative which they called ‘La Fleur de Paris’. … For all, the struggeling and the successful, home industry could provide an opportunity to fulfil women’s multiple roles with minimal conflict. They could have their “two worlds in one”. And for the strong, the talented, the well-trained, the aggressive, flowermaking at home allowed for the preservation of independence as artisans and as women. (Marilyn J. Boxer: Women in industrial homework: The flowermakers of Paris)
“Die Zeit ist vorbei, wo die Vergnügungssucht ihre Zöglinge hauptsächlich unter den Blumenmacherinnen fand …. Blumenmädchen ist nicht mehr ein Synonym von Freudenmädchen“ (Grand Dictionnaire du 19e siècle, Paris 1871)
Filmausschnitte aus: Chun Hua Kai / Plastic Flowers von Liu Bingjian, China, 2004
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(Foto © Bettina Stöß / www.moving-moments.de)
Und ich, Marcel, will dir nicht verhehlen: ich glaube nicht mehr an den Schweiß des Angesichts. (Rodolfo)
„Kunsthartz“
„Gleich ob wir unser Geld selbst verdienen oder unterstützt werden, selten haben wir mehr im Monat zur Verfügung als um die 1000 Euro. Nach Abzug von Miete, Krankenversicherung und Mobiltelefonrechung bleibt da nicht viel. Jetzt könnte man natürlich sagen, die Armut des Urbanen Penners ist eben der Preis für den Luxus selbst bestimmter Arbeit. Nur: ‚Luxus’ ist gut, in dieser Stadt haben wir dazu keine Alternative... Die bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Publizisten und Künstler etwa haben sich in Berlin in den letzten fünf Jahres fast verdoppelt. Es gibt zu viele von uns, wir versauen uns die Preise. Trotzdem bleiben wir hier“ (Mercedes Bunz / Zitty)
Doch die Künstler klagen eben nicht. Eine neue Studie erlaubt einen Einblick in den rauen Alltag der freien Musiker, Literaten, Schauspieler und Maler. Bis zu 80 Prozent der selbstständigen Künstler können allein von der Kunst nicht leben. Die knapp 320.000 freien Künstler, heißt es in der Studie, seien die »Modernisierungsavantgarde«. Anders gesagt: Die Kitschfigur des armen Dachstubenpoeten hat sich in den prekären Ich-Unternehmer verwandelt. So wie die Künstler werden in Zukunft viele leben müssen. Sie sind hoch gebildet und unterbezahlt, flexibel und durchhaltefähig, und sie basteln sich ihre Erwerbsbiografie um einen zentralen Wert herum – die Freiheit des Ausdrucks und der Lebensführung. Umso verrückter, dass man ausgerechnet ihnen im Zeichen von Hartz IV das Leben besonders schwer macht. Freie Künstler werden durch die Hartz-Regelungen aus ihren Ateliers gedrängt und in sinnlose Fördermaßnahmen gepackt. Man nimmt ihnen die Rücklagen und reicht sie gnadenlos ins AlgII hinunter – weil ein Künstler mit Auftragsflaute für die meisten Berater der Arbeitsagentur einfach ein Langzeitarbeitsloser wie jeder andere ist. (www.zeit.de)
Die vergangenen Jahrzehnte deuten auf eine intensive Veränderung in den Beschäftigungssystemen. Doch herrscht Unklarheit darüber, wie tiefgreifend sich in Zukunft diese Entwicklung fortsetzen wird. Im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs um den Wandel der Arbeitswelt stellen der Niedriglohnsektor, der dritte Sektor und die „neuen Selbständigen“ die Bühnen für zukünftige beschäftigungspolitische Strategien dar. Die Arbeitsmärkte von Künstlern und Publizisten bieten in ihrer Vielfältigkeit dabei reichhaltiges Anschauungsmaterial. Viele Künstler und Publizisten arbeiten als ehrenamtliche Mitarbeiter im Kulturbereich, erzielen Einkünfte durch niedrig bezahlte Dienstleistungen oder treten auf den Markt als die „neuen Selbständigen“. Dabei bewegen sie sich häufig zwischen Sequenzen von Erwerbs- und Nichterwerbszeiten und arbeiten traditionell unter Arbeitsbedingungen, die nicht dem Normalarbeitsverhältnis entsprechen. Ihre Beschäftigungsverhältnisse und ihr Erwerb beruhen häufig nicht auf unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnissen. Somit vollzieht sich ihre Arbeit oft in einem organisatorischen Umfeld, das weder der lohnabhängigen noch der selbständig unternehmerischen Tätigkeit entspricht. So lautet die Kernfrage, inwieweit Arbeitsmärkte der Künstler und Publizisten zukunftsweisend für Beschäftigungssysteme sein können und Hinweise auf prinzipielle Veränderungen in anderen Berufs- und Tätigkeitsfeldern geben. (Studie WZB)
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(Foto © Bettina Stöß / www.moving-moments.de)
„Die Bohemiens,..., stehen in keinerlei Beziehung zu den Zigeunern .... Sie rekrutieren sich ebenso wenig aus den Bärenführern, Degenschluckern, Mausefallenhändlern ... noch aus den tausend anderen geheimnisvollen und undefinierbaren Gewerbetreibenden, deren Hauptgewerbe darin besteht, dass sie keines haben ... Die Boheme ... ist kein Geschlecht, das erst in unseren Tagen das Licht der Welt erblickt hat; sie hat zu allen Zeiten und allerorts bestanden, und sie kann Anspruch erheben auf erlauchte Abkunft..“ (H..Murger)
Der Begriff der Digitalen Bohème wurde von Holm Friebe und Sascha Lobo in ihrem Buch „Wir nennen es Arbeit“ geprägt. Der Unterschied zwischen der klassischen (analogen) und der digitalen Bohème: Die Technik.
‚In der Boheme sammelt sich nicht der arbeitsunwillige Teil der Gesellschaft, sondern Angehörige unterschiedlichster Schichten und Berufsgattungen, die sich zu diesem Lebensmodell nicht nur aus Not, sondern aus freien Stücken hingezogen fühlen.’ (nach Balzac/ Ein Fürst der Bohème)
„Wenn wir Bohème sagen, sprechen wir von einer Gruppe, die ihr Schicksal arbeitstechnisch in die eigenen Hände nimmt und dabei mehr Wert auf Selbstbestimmung und individuelle Freundschaften legt als auf karrierefördernde Anpassung.“
„Temporäre Armut und der kreative Umgang mit dieser Situation sind klassische Attribute der Bohème.“
“Die digitale Bohème begreifen wir nicht als Gegenstück, sondern als Weiterentwicklung der analogen Bohème.”
„...wie die digitale Bohème nicht nur Kultur und das Stadtbild, sondern die Arbeitsgesellschaft als Ganzes verändern könnte.“
„Der Blick auf die kulturellen Oberflächen legt einen anderen Schluss nahe, nämlich den, dass die Bohème, der klassische Gegenspieler der Bourgeoisie, als Leitbild und Rollenmodell immer mehr an Aktualität und Attraktivität gewinnt“
„Die digitale Bohème wird auch in absehbarer Zukunft nicht das dominierende Lebensmodell für die breite Masse abgeben dazu sind ihre Voraussetzungen zu speziell und ihr Glücksversprechen zu wackelig formuliert.“
„Die Frage ‚Wie wollen wir in Zukunft leben’ wird damit wieder stärker ins Zentrum gesellschaftlicher und politischer Debatten rücken und um ein paar Antworten reicher sein. “
„Etwas Besseres als die Festanstellung finden wir allemal“
Holm Friebe, Volkswirt und Journalist, ist Mitgründer und Geschäftsführer der Zentralen Intelligenz Agentur (ZIA) Berlin. Sascha Lobo ist Mitherausgeber und verantwortlicher Redakteur des grimmeprämierten Weblogs Riesenmaschine.
Dank an Mario Sixtus für das Interview, Handelsblatt.com, www.elektrischer-reporter.de
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(Fotos © Bettina Stöß / www.moving-moments.de)
RODOLFO : Aspetti signorina, le dirò con due parloe chi son, chi son, e che faccio, come vivo. Vuole? Chi son? Chi son? Sono un poeta. Che cosa faccio? Scrivo. E come vivo? Vivo. In poveratà mia lieta scialo da gran signore rime ed inni d’amore. Per sognie per chimere e per castelli in aria – l’anima ho milionaria. Talor dal mio forziere ruban tutti i gioielli, due ladri: gli occhi belli. V’entrar con voi pur ora, ed in miei sogni usati e i bei sogni miei tosto si dileguar! Ma il furto non m’accora poiché, poiché v’ha preso stanza la dolce speranza! Or che mi conoscete parlate voi, deh! Parlate. Chi siete? Vi piaccia dir!
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Die Rechnung? ... Schon? ... Wer Hat sie verlangt? ... Lass sehen! ... Teuer genug! … Heraus mit dem Geld! ... Wir sind abgebrannt! ... Wie? ... Ich habe nur dreißig Groschen ... Was? Nichts mehr da? ... Doch was geschah’ mit meinem Reichtum? (Rodolfo, Marcello, Colline, Schaunard) Bring meine Rechnung! ... Gut ... Schnell, rechne beide zusammen ... Alles zahlt der Herr, der mit mir war! (Musetta)
Bar-Musik:
La Bohème von Charles Aznavour
Bohemian Like You von The Dandy Warhols
Bohemian Rhapsody von Queen
Où Est Passée Ma Bohème (Quiereme Mucho) von Julio Iglesias
La Boheme von Hildegard Knef
La Bohème von Garou
Bohème (Featuring Eißfeld U. Denyo) von Main Concept & Eißfeld U. Denyo
Bohème von Monique Morelli
La Bohème von Enrique Heredia "Negri"
Go Bohemian von Neal Scott
Bohemian Renaissance Intense von The Bohemian Pimp Project
The Chronicles of a Bohemian Teenager: Part One von Get Cape Wear Cape Fly
mit ganz herzlichem Dank an:
Nazir Ahmed, Fernando Anivarro Canqui, Anne Champert (Piano), Bernd Damovsky, Ugo D’Orazio (Piano), Holm Friebe, Cora Hegewald, Kerstin Holdt, Norbert Hunecke, Henriette Huppmann, Carsten Jenß, Katharina John, Harald Kröck, Liu Bingjian, Michael (ü-ei Zone Kassel), Lutz Reitemeyer, Petra Rohner, Andrea Schwarzbach (Sopran), José Sepulveda P., Mario Sixtus, Ilka Teichmüller, Felipe Rojas Veloso (Tenor), dem ver.di-Chor unter Leitung von Nataliya Chaplygina, sowie der gesamten Mit-Arbeiterschaft der Deutschen Oper Berlin.
ein Abend von Julia Schreiner und Gunda Zeeb
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